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40 Jahre Schwerter zu Pflugscharen: Renate Höppner hält Kanzelrede

© Martin-Niemöller-Stiftung
© Martin-Niemöller-Stiftung

Renate Höppner, Mitglied im Vorstand der Martin-Niemöller-Stiftung, hielt am Sonntag, 22. Oktober, ihre Kanzelrede in der Wittenberger Stadtkirche zum Thema: „40 Jahre Schwerter zu Pflugscharen“.

In der Veranstaltung der Evangelischen Aklademie Sachsen-Anhalt ging die Theologin der Frage nach, wie konsequent Pazifismus gelebt werden kann, wenn Menschenleben durch Aggression gefährdet ist.

„Schauen wir in unsere Bibel, woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, sagt der Psalmbeter des 121. Psalms zu den Juden, den Muslimen und zu den Christen, die in ihrer Bibel lesen. Tun wir das“, sagte Höppner und fragte angesichts der biblischen Botschaft weiter:
„Wessen Geistes Kind sind wir? Lassen wir uns leiten vom Geist Gottes, der die Liebe ist, der Versöhnung will und Schalom für alle Menschen? […] Unser Frieden ist nicht nur gefährdet durch religiöse Fundamentalisten oder nationalistische Fanatiker. Unser Frieden ist auch immer gefährdet durch mich selbst. Wenn ich Menschen verachte und ich Menschen in Schubladen stecke: die Migranten, die Russen, die Bürgergeldempfänger, die Jugendlichen, die da oben oder die da unten. Wenn diese Vorurteile mich leiten. Wenn ich der Resignation den Platz überlassen. Wenn ich kein Gottvertrauen habe. Aber wenn Gottes Geist mich leitet, kann ich Mut haben.“

Der vollständige Predigttext zum Download